Ravensburger – Erfolgsgeschichte eines Spiele- und Buchverlags

Sebastian Müller Sebastian Müller
Geprüfte Fakten - Daniel Weber

Ravensburger ist hauptsächlich bekannt als führender Anbieter von Puzzles und Gesellschaftsspielen. Im Bereich Kinder- und Jugendbücher konnte sich das Unternehmen im deutschsprachigen Raum als einer der führenden Anbieter etablieren. In einer über 100-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich aus dem anfänglich kleinen Verlag eine weltweit agierende Aktiengesellschaft mit mehreren Tochtergesellschaften entwickelt. Mit Hauptsitz in Ravensburg hat sich Ravensburger international einen Namen gemacht und blickt auf zahlreiche Erfolge zurück. Allein 2012 wurde ein Umsatz von rund 330 Millionen erzielt.

Ravensburger

Die Geschichte von Ravensburger

1883 gründete Otto Maier einen eigenen Verlag und schloss einen Autorenvertrag ab. Das erste Gesellschaftsspiel „Reise um die Erde“ erschien bereits ein Jahr später. In den ersten Verlagsjahren legte Maier den Schwerpunkt auf Ratgeber, Kindererzählungen und Vorlagemappen. 1900 erweiterte er sein Sortiment um Bücher und Hefte für Kinder, Bilderbücher, Bastelbücher und kunsttechnische Anleitungen. Im gleichen Jahr ließ sich Maier „Ravensburger Spiele“ als Name vom Kaiserlichen Patentamt patentieren. Der Export von Spiele- und Büchertiteln begann früh. Schon 1912 wurde Russland und Westeuropa von Maiers Verlag beliefert.

Der Otto-Maier-Verlag entwickelte sich über den ersten Weltkrieg hinweg stetig weiter. Zwischen 1930 und 1950 konzentrierte er sich auf Bücher, Gedulds- und Gesellschaftsspiele und Quartette. Weitere Beschäftigungsmittel machten das Angebot vielseitiger. Ein Durchbruch brachte das Spiel „memory“, das 1959 erschien. Es ging über 50 Millionen Mal über den Ladentisch.

Ravensburger heute

Heute ist Ravensburg ein namhaftes Unternehmen, das weltweit agiert. Die Leitung liegt in den Händen von Karsten Schmidt, dem Vorstandsvorsitzenden und Dr. Klaus P. Bleyer, dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Das ursprüngliche Gebäude, in dem sich der Otto Maier Verlag befand, wurde als Museum Ravensburger umfunktioniert. Das Verwaltungsgebäude liegt ebenfalls in Ravensburg am Hauptsitz.

Knapp 8.000 Produkte gehören zum Sortiment. 85 % davon werden von Ravensburger selbst produziert. Im Jahr 2011 beschäftigte Ravensburger 1.640 Mitarbeiter. 2012 wurde der Umsatz auf 330 Millionen ausgebaut. Innovative Eigenentwicklungen ermöglichen ein jährliches Wachstum. Heute exportiert das Unternehmen in über 50 Länder und kann auf ungefähr 850 Spiele, Puzzles und 1.800 Buchtitel zurückgreifen.

Die Tochtergesellschaften

Zur Ravensburger AG gehören die Tochterunternehmen Ravensburger Spieleverlag GmbH, Ravensburger Freizeit- und Promotion GmbH, Ravensburger Digital GmbH und der ursprüngliche Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH.

Der Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH wird heute von Johannes Hauenstein geführt. 100 Mitarbeiter werden beschäftigt. Pro Jahr werden rund 450 Bücher verlegt. Bilderbücher, Kinder- und Jugendromane, Kindersachbücher und Erstlesebücher gehören zum Sortiment. Der Ravensburger Spieleverlag hat ein umfangreiches Sortiment aus Spielzeug, Gesellschaftsspiele, Mentaltrainings, Puzzles, Kartenspiele, Bastelprodukte und vieles mehr.

Die Ravensburger Freizeit- und Promotion GmbH besteht aus einem Freizeitpark, Museum und einer Agentur. Der beliebte Freizeitpark liegt in der Nähe vom Bodensee und bietet mit 25 Hektar Fläche jede Menge Platz zum Spielen und Entdecken. 50 Attraktionen warten auf Besucher. In der Ravensburger Digital GmbH steht die Weiterentwicklung der hauseigenen Produkte im Mittelpunkt.

Stiftung Ravensburger Verlag

2000 wurde die Stiftung Ravensburger Verlag gegründet. Ziel ist es das kulturelle und soziale Umfeld von Kindern und Familien zu verbessern und etwas zum Gemeinwohl beizutragen.

Die größten Erfolge und bekanntesten Autoren

Ravensburger produzierte zahlreiche Spiele, die mit dem Preis „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Der erste Preisträger war das Brettspiel „Hase und Igel“, das bereits 1979 ausgezeichnet wurde. David Parlett war der verantwortliche Autor.

1981 folgte das Brettspiel „Sagaland“, das von den Autoren Alex Randolph und Michel Matschoss entwickelt wurde. Ein besonderer Kassenschlager wurde „Scotland Yard“, das den begehrten Preis 1983 gewann. Es brachte Ravensburger 3,5 Millionen verkaufte Exemplare.

Wolfgang Kramer erarbeitete das Brettspiel „Heimlich & Co.“ und das Gesellschaftsspiel „Auf Achse“, die in den Jahren 1986 und 1987 gewannen. Kramer erarbeitete außerdem gemeinsam mit Michael Kiesling die Brettspiele „Tikal“ und „Torres“, die 1999 und 2000 überzeugten.

1990 wurde „Adel verpflichtet“ von Klaus Teuber als Spiel des Jahres ausgezeichnet. Richard Borgs Würfelspiel „Bluff“ gewann 1993. Das Familienspiel „Wer war´s?“, entwickelt von Reiner Knizia, wurde 2008 mit dem Deutschen Kinderspiele Preis und als Kinderspiel des Jahres geehrt.

Den Deutschen Spiele Preis gewannen die Spiele „Labyrinth der Meister“ von Max Kobbert, „Tikal“, „Tadsch Mahal“ von Reiner Knizia, „Puerto Rico“ von Andreas Seyfarth und „Louis XIV“ von Rüdiger Dorn.

Außerdem wurden „Das verrückte Labyrinth“, „Das Nilpferd in der Achterbahn“ und „Tempo, kleine Schnecke“ zu beachtlichen Erfolgen. Mit allen diesen Titeln erzielte Ravensburger Verkaufszahlen in Millionenhöhe.

Ravensburger - eine unglaubliche Erfolgsgeschichte

Ravensburger, gegründet vom Sohn eines einfachen Buchhändlers, blickt das Unternehmen heute auf eine unglaubliche Erfolgsgeschichte zurück. Fasziniert von der Welt der Bücher und Spiele prägte das Unternehmen die gesamte Branche. Heute zählt Ravensburger zu den führenden Größen auf dem internationalen Markt. Die Platzierung der Marke ist durch großes Engagement und ein Höchstmaß an Kreativität gelungen. Bei der Entwicklung der Produkte steht dabei immer der Kunde mit seinen Ansprüchen im Mittelpunkt. Egal ob Familienspiele, Produkte für Lehrkräfte und Erzieher, Puzzle, Kreativprodukte oder Bücher. Ravensburger kann einen schier endlosen Markt bedienen und sorgt mit seinen Produkten für jede Menge Spielspaß und Unterhaltung.

Sebastian Müller

Sebastian Müller

Chefredakteur und schreibt für Proludo

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Daniel Weber

Daniel Weber

Chefredakteur bei Proludo

Daniel Weber koordiniert redaktionelle Abläufe und überwacht die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Er sorgt für eine klare Struktur, konsistente Inhalte und die termingerechte Umsetzung von Projekten.